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Heuschrecken anstatt Rumpsteak

Die Hintergrundinformation

Über sieben Milliarden Menschen leben im Moment auf der Erde und das Ende des Wachstums ist noch lange nicht erreicht. Noch 1804 zählte die Menschheit eine Milliarde, 120 Jahre später schon zwei und 1974 waren es bereits drei Milliarden Menschen. Seit den 1960er wächst die Weltbevölkerung alle 12 bis 14 Jahre um eine weitere Milliarde. Laut Schätzungen der UNO könnten 2025 rund 8 Milliarden und 2050 sogar 9,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben.
Schon 1798 schrieb der englische Pfarrer Thomas Robert Malthus in seinem Buch „Das Bevölkerungsgesetz“ das die Menschheit schneller wachse als die Lebensmittelproduktion. In der Tat wird das Wachstum eine Herausforderung im Umgang mit den Ressourcen Nahrung, Wasser und Energie sein.

Gerade um die stetig wachsende Weltbevölkerung mit eiweißreichen Nahrungsmitteln zu versorgen, werden Alternativen zum Fleisch gesucht. Experten schätzten, dass es schon 2030 unmöglich sei, Fleisch für uns alle herzustellen.

Ökologische Folgen

Im Moment werden schon etwa die Hälfte der gesamten Anbauflächen der Welt gebraucht, um die 50 Milliarden Tiere auf den Tisch zu bekommen. Pro Tag werden 30.000 Hektar Regenwald gerodet, um mehr Platz für Weideflächen zu bekommen. So verschwanden dadurch allein in Südamerika  in den letzten vier Jahrzehnten fast 40% des Regenwaldes.

Ein Drittel des Weltgetreideverbrauches, das sind immerhin 660 Millionen Tonnen, werden an Tiere verfüttert, obwohl diese aber nur zehn Prozent des Futters in Fleisch umsetzen.
Auch der Wasserverbrauch ist mit 15.000 Liter Trinkwasser pro Kilogramm Fleisch immens.
Die Erzeugung der tierischen Lebensmittel verschlingt über 80% der gesamten Energie und verursacht 70% der Treibhausgase, wobei die Umweltbelastung, die beim Transport des Fleisches entsteht, dabei nicht berücksichtigt wurde.

Schlüssel zur Lösung

Eine für uns eher  unappetitliche Alternative zum Fleisch könnten in der Zukunft Insekten sein.
Selbst die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und die EU wollen den Hunger auf der Welt mit den kleinen Krabbler  stillen.
Der Großteil der Weltbevölkerung isst bereits jetzt Insekten. In Afrika, Asien und Lateinamerika gelten Insekten schon lange als Delikatesse. Über 1.600 Insektenarten sind essbar, darunter Ameisen, Wildbienen, Termiten, Schmetterlinge und Nachtfalter, Käferlarven, Mehlwürmer, Grillen, Grashüpfer und Heuschrecken.
Insekten sind reich an Mineralstoffen und Vitaminen und enthalten sehr viel Eiweiß. Hinzu kommt, dass Insekten auch sehr fettarm sind. Heuschrecken beispielsweise enthalten deutlich mehr Proteine als Schweinefleisch.

Insekten haben aber noch ganz andere, wesentliche Vorteile, bessere Futterverwerter, größere ökologische Verträglichkeit, preiswertere Züchtung, gringem Platzbedarf und niedriger pflegerischem Aufwand.

Eigene Zucht

In Deutschland werden bis zu diesem Zeitpunkt Insekten ausschließlich als Lebendfutter für  Reptilien, Fische und als Köder für Angler gezüchtet, da sie noch keine Zulassung als Bestandteil von Lebensmitteln haben.
Das die Zucht der Futterinsekten nicht so schwierig ist, merkt man daran, dass  immer mehr engagierte Terrarianern ihre eigene Krabbeltiere züchten.  Und wenn die EU in nächster Zeit dafür sorgt, dass Insekten auch bei uns bald auf den Teller kommen, könnte sich die Zahl der Insektenzüchter noch deutlich erhöhen …

Bugs International - Europas größte Insektenzucht

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